Immer längere Verhandlungen bezüglich neuem Griechenland-Kredit
Griechenland ist wohl zur Zeit das „Sorgenkind“ der Europäischen Union. Die Verhandlungen über das Hilfspaket haben bis heute noch kein Ergebnis gebracht. Die Schuldenlast der Griechen ist erdrückend. Um nicht zahlungsunfähig zu werden, braucht Griechenland dringend, spätestens bis März, einen neuen Kredit. Die EU-Abgeordneten sprechen vom „Euro-Rettungsschirm“. Forderungsverzicht der Gläubiger ist auch ein Verhandlungsthema. Die Vertretung der Gläubigerbanken ist zwar zuversichtlich, dass es innerhalb der nächsten Tage zu einer Einigung kommen wird, jedoch ist das Hauptdiskussionsthema wohl der Forderungsverzicht öffentlicher Gläubiger. Weiteres Diskussionsthema ist natürlich die Verzinsung der Kredite.
Große Finanzlücke
Nicht zuletzt wird in den Verhandlungen über eine Finanzlücke in zweistelliger Milliardenhöhe gestritten, ob diese Lücke nun durch einen höheren Kredit, oder zusätzliche Sparmaßnahmen geschlossen werden soll. Deutschland stellt in den Verhandlungen klar, dass zusätzliche Sparmaßnahmen erforderlich wären. Jedoch bergen zusätzliche Sparanstrengungen in Rezessionszeiten Gefahren für den gesamten Staat, daher werden die Stimmen für einen öffentlichen Forderungsverzicht immer lauter. Schließlich muss sich der Ministerpräsident von den drei stärksten Parteien die Zustimmung zu den geplanten Maßnahmen, wie diese auch immer aussehen mögen, um Griechenland aus den Schulden zu führen, holen.
Wie verändern sich die Aktien?
Alle Aktienbesitzer verfolgen nun die Entwicklungen in Griechenland genauestens, da sich die Aktienkurse durch Staatskrisen wesentlich verändern. Starken Nerven der Aktionäre, gepaart mit etwas Glück sind gefragt, dass aus „Krisenaktien“ auch tatsächlich in einer gewissen Zeit „Gewinnerakten“ werden. Aber nicht nur die Aktienbesitzer, sondern auch die gesamte Wirtschaft im EU-Raum und natürlich auch die Weltwirtschaft ist vom Verhandlungsausgang in Griechenland betroffen.
Leittragende sind das griechische Volk
Treffen wird es wohl, wie immer, die griechische Bevölkerung selbst am Härtesten. Ob nun zusätzliche Kredite gewährt, oder Sparmaßnahmen der Bevölkerung diktiert werden, alle Maßnahmen wirken sich direkt auf das Haushaltsbudget der einzelnen Familien aus. Schon jetzt bleibt den Griechen auf Grund der Rezession kaum noch genügend Geld für das alltägliche Leben. Kaputtsparen ist ein Wort, welches in Athen mittlerweile in aller Munde ist und sich auf der Straße bereits zur grausamen Wirklichkeit entwickelt hat. Wird Griechenland vielleicht der erste EU-Staat, aus welchem die Bevölkerung flüchtet da es in der Heimat kein Überleben gibt.
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